Nationales Serviceprojekt 2010 / 2011

Round Table - „1000 Kinder sehen und hören“

Scharfe Bilder zu sehen und klar zu hören, ist keine Selbstverständlichkeit.

Diese Aussage bestätigen die Kinder in den Heimen und Einrichtungen in der Stadt und der Region Odessa.

Für uns ist es normal, dass wir mit unseren Kindern zum Arzt gehen und dieser, wenn nötig, eine Brille oder ein Hörgerät verordnet. Kinder mit Seh- oder Hörhilfen besuchen bei uns selbstverständlich die normale Regelschule.

Anders in der Ukraine: Dort kommen diese Kinder in Heime und besuchen eine Sonderschule, in der die Hörgeschädigten unter ihnen die Gebärdensprache lernen, anstelle mit adäquaten Hörgeräten versorgt zu werden.

Die Chance auf eine solide Schul- und Berufsausbildung und somit auf ein „normales“ Leben wird ihnen damit genommen. 

Voraussetzung für den Erwerb der Sprache ist ein ausreichendes Hörvermögen.

Natürlich gibt es in der Ukraine auch Brillen und Hörgeräte, allerdings werden diese nicht wie in Deutschland von der Krankenkasse oder dem Staat bezahlt. Entsprechende Fachzentren sind kaum verbreitet und meist nur wohlhabenden Bürgern vorbehalten.

Teilweise sind in den Heimen sogar Hörgeräte vorhanden, allerdings nutzen diese den Kindern oft wenig.

Das liegt im Wesentlichen an zwei Aspekten: Zum einen werden von staatlicher Seite Universalgeräte zur Verfügung gestellt, die für die Kinder viel zu laut und damit vollkommen ungeeignet sind. Zum anderen haften in diesen Heimen die Lehrkräfte für die Hörgeräte. Nachdem die Geräte mehr kosten, als ein Lehrer in der Ukraine im Monat verdient, werden die Hörgeräte den Kindern nur zum Unterricht ausgehändigt und danach wieder weggeschlossen.

Das Sprechen können diese Kinder so aber nicht erlernen, denn dafür müsste die Hörhilfe während der ganzen Wachzeit getragen werden. Stattdessen lernen hörgeschädigte Kinder in den Schulen Gebärdensprache zur Verständigung untereinander.

Defizite im Sehvermögen können behoben werden.

In der Ukraine gibt es zwar für Bedürftige auch einige Abgabestellen für Brillen. Die Brillen sind aber in der Regel gebraucht und werden den betroffenen Kindern nach einem oft nicht kindgerechten Sehtest zugewiesen.

Dementsprechend sind die Brillen – soweit überhaupt vorhanden – in der Sehstärke meist unzureichend. Dazu fehlt es auch an moderner Diagnosetechnik.

Helft uns diesen Kindern eine Zukunft zu geben!

Ziele:

Unser Ziel ist es, rund um Odessa/Ukraine 1000 Kinder oder mehr mit Hörgeräten und Sehhilfen auszustatten.

Eine Nachhaltigkeit von zumindest 5 Jahren soll gewährleistet sein. Dazu trägt auch die Unterstützung der Schulen, Heime und Lehrerinnen vor Ort bei.

Für die Fortführung und Weiterentwicklung dieses Projekts sind daher Sponsoren und Spenden nötig. Unser Einsatz bleibt selbstverständlich ehrenamtlich.

Gundsatz: Mit jedem Kind, dem wir durch diese Aktion ein normales Leben ermöglichen, hat sich der ganze Aufwand schon gelohnt.

Schirmherren:

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und Boxstar Wladimir Klitschko.

Das NSP-Team vom RT 174 Aschaffenburg